Pyrenäen / Cevennen 2014

Tag 12

13. Tag

Tag 14
Sa 02 Aug 14
124 km
gefahrene Höhenmeter 1.860 Hm
Lestelle-Bétharram → Lourdes → Bagnères-de-Bigorre → Saint-Bertrand-de-Comminges → Mauléon-Barousse → Col des Ares
Start: 8:40 Uhr | Ende: 19:15 Uhr | 5:40 h | Ø 21,9 km/h
Pässe
Lingous, Ares

Nur wenige Kilometer von Lestelle-Bétharram entfernt befinden sich die Grottes de Bétharram. Die Höhlen zählen zu den bekanntesten in Frankreich und die Chance auf einen Besuch will ich nicht verstreichen lassen. Nach zwei Wochen nur Radlerei kann man ja doch mal einen kleinen Kulterteil einschieben. Ein solcher Höhlenbesuch lässt sich auch immer ganz gut in den Radtag einbauen.
   Das Wetter ist zunächst mal sehr mies. Die kurze Fahrt zur Grotte darf ich dann auch gleich mal bei leichtem Regen absolvieren.
   Ab 9:00 Uhr beginnen die offiziellen Öffnungszeiten, meine Gruppe startet dann um 9:40 Uhr mit einer kurzen Busfahrt hoch zum eigentlichen Höhleneingang. Die Höhlen sind ja bereits seit dem Jahr 1903 für Besichtigungen zugänglich. Irgendwie fühlt man sich im Eingangsbereich fast in diese Zeit zurückversetzt. Der wirkt wirklich alles andere als modern, hat aber dadurch auch einen besonderen Charme.

Grottes de Bétharram

Die Besichtigung ist ganz cool. Ich bin der einzige Deutsche in der Gruppe und der Guide versucht mir ein paar Dinge auf Englisch zu erklären. An den wichtigsten Punkten stehen aber Audiostationen mit Erläuterungen u.a. in deutscher Sprache bereit.
   In dieser weitläufigen Höhle muss man nicht die gesamte Strecke laufen, denn zum Abschluss gibt es unterirdisch zweimal Technikunterstützung. Zunächst ist es eine kurze Bootsfahrt, anschließend wird man mit einem kleinen Zug in rasantem Tempo wieder zurück ans Tageslicht gefahren. Nach gut 1,5 h ist die Besichtigung beendet.
   Die Zeit ist also schon recht weit fortgeschritten, als der Radtag dann so richtig beginnt. Das Wetter hat sich zwischenzeitlich zwar etwas gebessert, allerdings sieht es immer noch sehr grau aus. Zumindest erreiche ich im Trocknen mein erstes Zwischenziel Lourdes.

Lourdes

Im bekannten Wallfahrtsort ist mir doch zu viel Trubel, so dass ich nach kurzem Aufenthalt und ohne weitere Besichtigungen weiter Richtung Bagnères-de-Bigorre fahre. Ich nehme nicht die Hauptroute über die D 937, sondern eine etwas bergigere Alternative südlich davon. Am Ende eines längeren, größtenteils einfachen Anstieges, stehe ich am Croix Blanche. Ein schöner Aussichtpunkt, leider sind heute die meisten Gipfel in Wolken gehüllt.
   Hinter Bagnères-de-Bigorre fallen dann die ersten Regentropfen. Danach geht es im Aprilwetterstil weiter: mal Sonne, mal Regen, mal bewölkt. Deswegen, aber auch wegen der fortgeschrittenen Zeit, streiche ich den eigentlich vorgesehenen Col d'Estivère (schwer, Offroad). Als kleinen Ausgleich fahre ich wenigstens über Mauléon-Barousse, das sind auch ein paar Höhenmeter.

Aussichtspunkt Croix Blanche

Nach heftigen Regenschauern zuvor lacht dann im Schlussanstieg zum Col des Ares wieder die Sonne. Auf der Passhöhe gibt es ein Hotel mit angegliedertem kleinen Campingplatz. Ich hatte fest damit gerechnet, im Restaurant des Hotels etwas Essbares zu bekommen. Das war dann mal nichts, denn eine Mahlzeit kann oder will man mir dort heute Abend nicht mehr anbieten. Wenn ich mir schon mal einen Restaurantbesuch gönnen will...
   Vorräte habe ich außer einer Notration getrockneter Feigen auch keine mehr. Die muss ich mir jetzt reinschieben. Mehr gibt es heute nicht.

Computer:
BIKE: 124,00 km | 5:40:06 h | Ø 21,87 km/h | max. 60,10 km/h
ALTI : 1.855 HM | max. 823 m | Ø 4 % | max. 11 %
ALTI : -1.370 HM | Ø -3 % | max. -14 %

Übernachtung:
Camping Pyrenées Emotions | 9,50 €


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